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Plasmanitrieren:

Anwendungsbeispiele:

  • Werkzeuge
  • Gesenke
  • Sinterräder
  • Extruder-Schnecken

Bei diesem Verfahren wird ein Stickstoff - Wasserstoffgemisch verwendet. Durch das Plasma werden Reaktionen ausgelöst, die zur Bindung von Stickstoff an der Oberfläche führen. Dieser Stickstoff wandert (diffundiert) aufgrund der Temperatur des Stahls (ca. 450 - 600 °C) in die Werkstückoberfläche. Es bildet sich eine verschleißfeste Nitrierschicht an der Oberfläche mit Härtewerten bis zu 1200 HV. Die Schichtdicke und die Härte kann durch geeignete Wahl der Prozessparameter gesteuert werden. Neben der starken Erhöhung der Verschleißfestigkeit wird auch die Korrosionsbeständigkeit des Werkstückes erhöht.

 

 

Oxidieren:

Anwendungsbeispiele:

  • Kolbenstangen
  • Bremskolben
  • Zylinderlaufbuchsen
  • Schlepphebel

Um einen optimalen Korrosionsschutz des Werkstückes zu erhalten kann nach dem Nitrierprozess eine PLASOX-Behandlung angeboten werden. Bei diesem Prozess wird die Oberfläche nitriert und anschließend im gleichen Rezipienten oxidiert. Die dabei erhaltene Schicht zeichnet sich durch eine extrem hohe Korrosionsbeständigkeit aus. Vergleiche beim Salzsprühtest ergaben, dass die Korrosionsbeständigkeit dieser Oberfläche die einer hartverchromten Oberfläche übertrifft. Neben der Korrosionsbeständigkeit fällt diese Schicht durch die attraktive, satt schwarze Farbe und ihren geringen Reibungskoeffizienten auf.

 

PACVD Plasmabeschichten:

Anwendungsbeispiele:

  • Werkzeuge zur Blechumformung
  • Aluminium-Druckguss-Formen und -Kerne
  • Kunststoff-Spritzguss-Formen

Das PLASTIT-Verfahren benützt ein Plasma, um auf ein Werkstück eine dünne Hartstoffschicht von einigen µm Schichtdicke aufzubringen. Die für den Schichtaufbau benötigten Elemente werden alle in Gasform in den Prozess eingebracht, wodurch eine optimale Verteilung der Beschichtungssubstanzen ohne mechanischen Aufwand gewährleistet ist. Die Hartstoffschicht stellt einen sehr effektiven Verschleißschutz dar. Die Standzeiten von Werkzeugen können aufgrund dieser Schicht um ein Vielfaches erhöht werden. Gleichzeitig können durch diese "Schutzschicht" bei Schneidwerkzeugen wesentlich höhere Schnittgeschwindigkeiten und Vorschübe gefahren werden.

Zurzeit wird dieses Verfahren hauptsächlich zur Abscheidung von TiN-, TiCN- und TiBN-Schichten benützt. Die Möglichkeit des Verfahrens lassen aber noch viele weitere für diverse Anwendungen sehr nützliche Arten von Hartstoffabscheidungen (z.B. TiAlN, Diamant, usw.) zu. Vor der Ausführung dieser Verfahren findet zur Aktivierung und Reinigung ein eigener Plasma-Reinigungsprozess statt.

 
 
 
 

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