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Plasma-Beschichten:
PLASTIT
stellt ein neuartiges Verfahren zum Beschichten von
Werkstücken bzw. Werkzeugen mittels eines
MICROPULS-Plasmas dar. Die erzeugten
Hartstoffschichten mit Härten bis 4000 HV bieten
einen sehr effektiven Verschleißschutz und
ermöglichen Standzeiterhöhung bei allen mechanisch
und thermisch belasteten Werkzeuge und Formen.
Verfahren
Beim PLASTIT-Verfahren werden alle Elemente, die
für den Schichtaufbau notwendig sind, gasförmig in
den Reaktor eingeleitet. Bei einem Druck von wenigen
mbar wird ein Plasma gezündet. Die im Gas durch das
Plasma ausgelösten Reaktionen führen dann zu einer
kontrollierten Abscheidung der gewünschten
Schicht (z.B. TiN, TiBN oder TiCN) an der
Oberfläche.
Während des Prozesses beträgt die Temperatur ca.
500°C. Daher ist es möglich verschiedenste
Stahlsorten zu beschichten, ohne Härteverlust,
Gefügeumwandlung oder Verzug des Werkzeugs zu
verursachen.
Häufig werde Schichten aus TiN, TiCN und TiBN
aufgebracht. Die positiven Eigenschaften dieser
Schichten führen bei den meisten Anwendungen schon
zu den gewünschten Oberflächeneigenschaften. Bei
bestimmten Anwendungen kann es sinnvoll sein,
Multilayer-Schichten oder Schichtsysteme
aufzubringen.
Wirtschaftlichkeit
Bei dem CVD-Verfahren (chemical vapor deposition)
werden die benötigten Elemente ebenfalls gasförmig
eingebracht. Im Gegensatz zum PACVD-Beschichten
werden beim CVD-Beschichten die chemischen Prozesse
durch hohe Temperaturen (ca. 1000°C) ausgelöst.
Durch die hohen Temperaturen ist dieses Verfahren
für viele Werkstücke nicht geeignet.
Das PACVD-Verfahren ermöglicht einen wesentlich
besseren Schichtaufbau. Mittels CVD können einige
Schichten (Multilayer, TiAlN, etc) nicht
abgeschieden werden.
Im
PVD-Verfahren (physical vapor deposition) wird das
zum Schichtaufbau benötigte metallische Element
(z.B. Ti) als Festkörper in die Beschichtungskammer
gebracht. Diese Metallteile, auch Targets genannt,
werden durch Ionen- oder Elektronenbeschuss in den
gasförmigen Zustand gebracht. Je nach Lage der
Werkstückoberfläche zur Position dieser Targets
kommen unterschiedlich viele Metallatome an der
Oberfläche an und insbesondere hinter Kanten kann
es zu Abschattungseffekten kommen.
Um eine homogene Beschichtung des
Werkstückes zu erhalten, ist es daher unerlässlich
das Werkstück in der Beschichtungskammer zu
rotieren. Neben der Bewegungseinrichtung benötigt
dieses Verfahren ein Vakuum unter 1 mbar. Diese
beiden Punkte machen das PVD-Verfahren kompliziert
und teuer.
Das
PACVD-Verfahren bietet neben hoher Flexibilität und
einfacher Mechanik die Möglichkeit verschiedenste
Plasmabehandlungschritte (Nitrieren, Oxidieren,
Beschichten) in der gleichen Kammer während eines
Durchlaufs automatisch auszuführen.
Das PACVD-Verfahren ist wirtschaftlich und umweltfreundlich. Durch die vollautomatisierte und
rechnergesteuerte Regelungstechnik ist eine einfache
Bedienung bei gleichbleibend hoher Qualität
möglich.
Anwendung
Das PACVD-Verfahren wird speziell bei Werkstücken,
die hohem Verschleiß unterliegen, angewendet. Dies
betrifft Schneid-, Stanz- und Biegewerkzeuge,
Ziehmatritzen und Gesenke aus Warmarbeitsstählen,
sowie Kunststoffspritzguß- und
Aluminiumdruckgußformen.
Spezielle Vorteile
Hartstoffabscheidung bei 500°C
Selbstreinigender Effekt durch Ionensputtern
Hohe Benutzerfreundlichkeit des Systems
Kombination verschiedener Plasma-Verfahren möglich
Hohe Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit
Einfache Chargierung
Partielle Behandlung durch einfaches Abdecken möglich
Gleichmäßige Beschichtung ohne Bewegen der Werkstücke
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