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Oxidieren:

Beim PLASOX-Verfahren werden die Bauteile mittels PLASNIT-Verfahren 1 bis 4 Stunden bei ca. 570°C nitrocarburiert. Im Anschluss an diese Behandlung werden die Bauteile im Plasmarezipienten 10 bis 30 Minuten oxidiert.
Durch die Möglichkeit den Plasmanitrierprozeß und die anschließende Oxidation exakt zu steuern, tritt nahezu keine Erhöhung der Oberflächenrauhigkeit auf.
 
Oberflächeneigenschaften
Die beim PLASNIT-Verfahren gebildete Verbindungsschicht aus überwiegend ε-Eisennitrid zeichnet sich besonders durch guten Widerstand gegen Adhäsionsverschleiß aus. Neben dem Verschleißwiderstand ist sowohl das Laufverhalten als auch der Reibkoeffizient von großem Interesse.
 
Die Gleiteigenschaften sind weniger von der absoluten Härte, als vielmehr von Reibkoeffizient, Gefügeaufbau, Struktur der Oberflächengeometrie und dem verwendeten Schmiermittel abhängig.
 
PLASOX-behandelte Proben weisen sowohl im Trockenlauf als auch im geschmierten Zustand wesentlich geringere Reibwerte auf, als z.B. Einsatzhärten oder Hartchromschichten.

Der Salzsprühtest nach DIN 50021 zeigt, dass eine PLASOX-behandelte Kolbenstange wesentlich besser korossionsgeschützt ist, ale eine hartverchromte.
 
Bei der Nitrocarburierung werden ebenfalls die Umlaufbiegewechselfestigkeit und die Wälzfestigkeit von Bauteilen wesentlich erhöht. So können z.B. bei unlegierten und niedrig legierten Stählen Dauerfestigkeitserhöhungen um bis zu 100% erreicht werden. Bei galvanischen Verfahren nimmt die Umlaufbiegewechselfestigkeit ab.
 
Anwendung
Das PLASOX-Verfahgren bietet sich vor allem für Bauteile, die sowohl Verschleiß- als auch Korrosionsbeanspruchung unterliegen, an.
Dies sind insbesondere Bauteile für Mobil- und Industriehydraulik sowie Automobil- und Motorenbau.
 
Spezielle Vorteile

  • Sehr gute Korrosionsbeständigkeit

  • Oberflächenrauhigkeut bleibt nahezu unverändert

  • Kostengünstig

  • Nitrier- und Oxidschicht in einem Arbeitsgang

  • Nitrierhärtetiefe ca. 0,2 - 0,3 mm

  • Kein Abplatzen der Schicht möglich

  • Optisch ansprechende Oberfläche

  • Exakte Steuerbarkeit des Schichtaufbaus

  • Äußerst umweltfreundlich

  • Keine Abfallprodukte

 

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