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Plasmanitrieren:

Das PLASNIT-Verfahren ist ein im MICROPULS-Plasma durchgeführtes Nitrieren von Oberflächen zur Erhöhung der Verschleißfestigkeit.
 
Die Anforderungen der verschiedenen Einsatzbereiche aus Automobilindustrie, Werkzeugbau, Formenbau usw. sind stets auf eine bestimmte Oberfläche ausgelegt. Das MICROPULS-Plasma-Nitrieren gestattet eine genaue Steuerung des Schichtaufbaus.
 
Mit dem Konzept der MICROPULS-Plasma-Technik in Verbindung mit einem Prozessleitsystem ist jeder Nitrierprozess auf praktisch allen Eisenwerkstoffen leicht ausführbar. Das PLASNIT-Verfahren kann nahezu alle Nitrier- und Nitrocarburierverfahren ersetzen. Zusätzlich bietet die MICROPULS-Plasma-Technik auch noch die Möglichkeit, hochchromhaltige Stähle, Austenite, Sonderlegierungen, etc. zu nitrieren, die mit herkömmlichen Verfahren nicht bzw. nur mit Schwierigkeiten behandelt werden können.
 
Das PLASNIT-Verfahren wird in einem Heißwandofen mit mit Konvektionsheizung durchgeführt. Durch die MICROPULS-Plasma-Technik kann bei jeder Parameterzusammenstellung eine exakte Temperatureinstellung erreicht werden.
 
Im Gegensatz zu anderen Nitrierverfahren , bei denen mehr oder weniger giftige Substanzen als Stickstofflieferant dienen, werden beim PLASNIT-Verfahren nur reinster Stickstoff, reiner Wasserstoff, Methan und Argon als Prozessgase verwendet. Diese werden durch die schnell geschalteten Spannungsimpulse chemisch aktiviert (Ionisation), um dann an der Oberfläche reagieren zu können. Nach erfolgter Oberflächenreaktion beginnt der Stickstoff in das Material einzudiffundieren.
 
Oberflächeneigenschaften
Das charakteristische Erscheinungsmerkmal einer Nitrierschicht ist die sehr harte Verbindungsschicht an der Oberfläche und die darunter liegende, wesentlich dickere Diffusionsschicht. Das PLASNIT-Verfahren ermöglicht durch die unabhängige, exakte Steuerung der Prozessparameter die Einstellung der Nitrierschicht auf den jeweiligen Bedarfsfall.
 
Folgende Richtwerte für die einzelnen Schichtarten können mit der PLASNIT-Behandlung erreicht werden:

  1. Einphasige γ -Verbindungsschicht für Bauteile, die abrasivem Verschleiß ausgesetzt sind.

  2. Mehrphasige ε oder ε+γ -Verbindungsschicht mit erhöhter Verschleiß- und Korrosionsbeständigkeit.
    Bei vielen Anwendungen von nitrierten Oberflächen kommt es darauf an, die Verbindungsschicht ohne den sogenannten Porensaum aufzubringen. Die Verbindungsschichtdicke kann durch Parametereinstellungen genau gesteuert werden und hat eine Dicke von 2 bis 30 µm. Die Härte ist stark vom Grundmaterial abhängig und kann bei Werkzeugstählen bis 1300 HV erreichen.

  3. Durch exakt steuerbare Stickstoffeinbringung kann Verbindungszonenfrei nitriert werden. Das PLASNIT-Verfahren garantiert auch bei komplexen Geometrien eine gleichmäßige Diffusionsschicht. Die Schichtdicke beträgt 0,01 bis 0,7 mm. Die Nitrierhärte erreicht auch hier bei speziellen Stählen bis zu 1300 HV.

Anwendung
Durch die Vielseitigkeit der verschiedenen Schichten und deren Zusammensetzung den einzelnen Materialien sowie die Anpassung an Kundenwünsche durch Steuerung der Behandlungsparameter kann das PLASNIT-Verfahren in fast allen Bereichen der Technik nutzbringend eingesetzt werden.
 
Spezielle Vorteile

  • Nitrieren auch bei geringer Temperatur möglich

  • Geringe Maßänderung

  • Reproduzierbarkeit durch Prozessleitsystem

  • Nitrieren hochlegierter Stähle möglich

  • Partielle Behandlung durch einfaches Abdecken möglich

  • Wirtschaftlicher Betrieb durch Konvektion

  • Keine Umweltbelastung

  • Steuerbarer Schichtaufbau

 

 

 

 
 

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